WomanISM

Eine deutsch-afrikanische Kooperation zwischen den Städten Dresden (Deutschland),
Kampala (Uganda) und Nairobi (Kenia).
Ausstellungen | Workshops | Symposien | Residenzen | Künstlerkooperationen | Austausch

WomanISM ist ein internationales Projekt, das Ausstellungen, Workshops, Künstlerresidenzen und künstlerische Kooperationen umfasst. Ziel ist es, den Dialog über die Rechte der Frau und die Stellung der Frau in der Kunstwelt und in der Gesellschaft im Allgemeinen zu untersuchen und zu fördern, wobei der Schwerpunkt auf farbigen Frauen und Frauen andere marginalisierte Randgruppen im Kontext zu deutschen Frauen in künstlerischer Sichtweise liegt. Es ist das gemeinsame Bestreben der Kuratorinnen und Organisatorinnen Syowia Kyambi (Nairobi, Kenia), Teesa Bahana vom Kunstzentrum 32 ° East (Kampala, Uganda), Antka Hoffmann und Andrea Hilger vom OSTRALE Zentrum für zeitgenössische Kunst (Dresden, Deutschland).

Das OSTRALE Zentrum für zeitgenössische Kunst organisiert seit 2007 internationale Ausstellungen in Dresden, Deutschland und im Ausland. Im Laufe der Jahre hat sich die OSTRALE Biennale zur drittgrößten zeitgenössischen Ausstellung in Deutschland entwickelt, mit Satellitenausstellungen in mehr als 15 Städten im europäischen Ausland und die Zusammenarbeit mit Kulturhauptstädten Europas nimmt immer mehr Focus auf die Auslandsaufenthalte.

14 Künstlerinnen aus Deutschland und Afrika wurden von den Kuratorinnen zur Teilnahme an dem Projekt ausgewählt:

STACEY GILLIAN ABE (1990 / UGA)
JANICE ICHE (Janice Mwalwala, 1995 / KEN)
NANCY MTEKI (1989 / ZWE)
REHEMA CHACHAGE (1987 / TZA)
IMMY MALI (Immaculate Mali Anderu, 1990 / UGA, NL)
SONIA E BARRETT (1975 / UK)
USHA (Usha Seejarim, 1974 / ZAF)
NATHALIE BERTRAMS (1968 / DE, BEL)
FRENZY HÖHNE (1975 / DE)
CAROLIN KOSS (1986 / DE, FIN)
ANASTASIA OBAREGBE (1982 / DE)
HANNA NITSCH (1974 / DE)
RAMONA SEYFARTH (1980 / DE)
GO PLASTIC COMPANY (CINDY HAMMER, 1989 & SUSAN SCHUBERT, 1986 / DE)

Sie werden auf der OSTRALE Biennale 2019 in Dresden vom 11. Juni bis 1. September 2019 präsentiert und die meisten von Ihnen nehmen vom 11. Juni bis 4. Juli an einem Artist in Residence-Programm teil. Während ihrer Residenz lernen sich die Künstlerinnen kennen, veranstalten Workshops und Symposien und legen den Grundstein für eine gemeinsame Konzeption Ihrer künstlerischen Arbeit, die sie während Ihres Aufenthalts in Kampala im Kunstzentrum 32 ° East vom 1. bis 10. Februar 2020 realisieren werden. Diese Kunstwerke sind dann sowohl in Kampala ab dem 10. Februar, als auch in Nairobi ab dem 25. März ausgestellt. In Kampala und Nairobi werden die Symposien und Workshops als begleitende Veranstaltungen im Februar und März 2020 fortgesetzt.


In diesem breiteren Kontext fragen wir mit WomanISM, was jenseits des Ismus liegt und welche einzigartige Perspektive auf diese Plattform gebracht werden kann, anstatt einzig eine afrikanische Vertretung auf einer internationalen Ausstellung zu zeigen. Die Arbeiten werden auf der Ausstellung zeitgenössischer Künste 2019 als gleichwertige Beiträge präsentiert.

Innerhalb des Themas WomanISM liegt der Schwerpunkt auf dem Diskurs zwischen den Beitrag der vertretenen schwarzen Künstlerinnen mit Herkunft afrikanischen Ursprungs gegenüber den deutschen Künstlerinnen, um die Probleme der Welt zu besprechen, Stimme für Stimmlose zu sein, zu behaupten, dass sie existieren und verschiedene Räume besetzen sowie die Arbeit, sich selbst und damit die Gleichberechtigung der Unterschiede zu reparieren. Die Bürde der Repräsentation ist ein Thema, das in den von der OSTRALE und 32 ° East veranstalteten Gesprächsprogrammen weiter ausgearbeitet werden soll.

Im Jahr 2019 findet die OSTRALE Biennale als dezentrale Ausstellung statt, mit der Halle 1 der Messe Dresden als Kernausstellungsort und mehreren spannenden Ausstellungsorten in der gesamten Stadt Dresden.

Die Auswahl der Kunstwerke in zwei dieser spannenden Ausstellungsräume, dem Goethe-Institut Dresden und dem Ausländerrat Dresden, konzentriert sich insbesondere auf Künstler, die am Projekt WomanISM teilnehmen, und dient auch als Ort für die Workshops und Symposien des Projektes. Beide Orte sind Institutionen, die bereits mit den Themen des interkulturellen Dialogs zwischen Deutschland und der Welt verbunden sind, und bemühen sich, im In- und Ausland respektvolle Beziehungen zu Menschen anderer Kulturen aufzubauen.


Syowia Kyambi ist die Hauptkuratorin des WomanISM-Projekts von afrikanischer Seite. Sie studierte an der School of Art Institute of Chicago und erhielt mehrere Preise und Stipendien. Ihre Arbeit untersucht, wie unsere zeitgenössische menschliche Erfahrung von konstruierten Geschichten beeinflusst wird und erstellt Installationen, die eine performative Praxis beinhalten, um Geschichten zu erzählen und Objekte zu aktivieren; Erforschung kultureller Identitäten und Verknüpfen mit Themen wie Verlust, Gedächtnis, Rasse und Geschlecht. Syowia übt sowohl künstlerische als auch kuratorische Leistungen aus. Ihre Arbeiten wurden in Museen in Belgien, Finnland, Kenia, Mali, Großbritannien, Irland, Schweden, Deutschland, Simbabwe, Frankreich, Südafrika und den USA gezeigt. Syowia war auch Teil des Kuratorenteams, das die auf der OSTRALE Biennale 2019 ausgestellten Künstler auswählte.

Teesa Bahana ist der Hauptorganisator des WomanISM-Projekts von afrikanischer Seite in Uganda und derzeit Direktorin von 32 ° East, einem Kunstzentrum, das 2012 für die Schaffung und Erforschung zeitgenössischer Kunst in Uganda gegründet wurde. Teesa übernahm 2016 die Leitung der Organisation und betreute seitdem 26 Residenzen, vier Ausstellungen und die Einrichtung neuer Programme wie KLA ART Labs, eine Reihe von Workshops zu Kunst im öffentlichen Raum und Publikumsengagement sowie den Supperclub Palate der Künste.

Antka Hofmann ist Künstlerin, Kulturmanagerin und Kuratorin des WomanISM-Projekts von deutscher Seite. 1977 in Großenhain geboren, lebt und arbeitet sie in Dresden und Heiligendamm. Sie studierte Malerei und Grafik an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden (1996-2002); und absolvierte auch dort ihren Meisterschüler-Abschluss (2002-2005). Nach einem Forschungs- und Lehrstipendium (2002-2003) war sie Mitglied der Produzentengalerie Komet Berlin (vormals Rakete Berlin 2007-2009). Sie ist auch Mitbegründerin der OSTRALE 2007, Vorstandsmitglied und seit 2013 stellvertretende Leiterin des Ausstellungsaufbauteams. Als Künstlerin hatte sie Einzelausstellungen in Berlin, Leipzig und Dresden. sowie verschiedene Gruppenausstellungen in Deutschland, Polen, Russland, Belgien, Spanien und Malta. Sie ist Teil des Kuratoren- und Juryteams der OSTRALE Biennale.

Andrea Hilger ist Gründerin und künstlerische Leiterin der OSTRALE Zentrum für zeitgenössische Kunst und Hauptorganisatorin des WomanISM-Projekts von deutscher Seite. 1970 in Leipzig geboren, ist sie Gründerin von TANZart Dresden (1997) und HILLUMINATION - Light + Stage Design (2001), Vorstandsmitglied der Tanzbühne Dresden e.V. Seit 1999 Tänzerin mehrerer deutscher Opernhäuser, darunter bis heute die Semperoper Dresden, sowie Bühnen- und Kostümbildnerin an zahlreichen Theatern in ganz Deutschland, wie der Kieler Oper, dem Staatstheater Cottbus, dem Landestheater Coburg unter anderen. 2009 Preisträger des Förderpreises der Stadt Dresden und Mitglied des Orga-Teams der Konferenz der Konkurrenten zur Vorbereitung der Kulturhauptstadt Europas 2025. Die OSTRALE ist Mitglied im WOD (Weltoffenes Dresden) und im Netzwerk Kultur Dresden der freien Szene.

WomanISM wird gefördert im Fonds TURN der