Permalink

off

Civic Media Lab Dresden

Das CIVIC MEDIA LAB bietet Multiplikatoren der Zivilgesellschaft aus Ländern der östlichen Partnerschaft eine innovative gemeinschaftliche Plattform, die in partnerschaftlichem Verhältnis zwischen dem Kultura Medialna Dnepropetrowsk (Ukraine) und dem OSTRALE – Zentrum für Zeitgenössische Kunst aus Dresden entwickelt werden soll. Diese Plattform wird mittels künstlerisch-medialer Formate und unkonventionellen Methoden den Dialog und die Verständigung fördern. Grund dafür ist das nicht verstummende Geschehen in der Ukraine Krise aber auch weiterhin ungelöster Konflikte des Kaukasus. Täglich werden neue Tragödien bzw. Szenarien aus den betroffenen Gebieten publik, die sich lediglich mit politischen Anstrengungen und zivilgesellschaftlichen Einsatz lösen lassen. Erster Ansatz ist dabei ein transnationaler Austausch. Das CIVIC MEDIA LAB bietet daher in klassischer als auch in Form von neuen Medien Ansätze und Impulse, um sich vor Ort aber auch vice verca zu engagieren. Gefördert wird dieses Projekt durch das Auswärtige Amt.

STUDIO CINDY BEUHLAH Creative Studio - Art Direction, Design & Illustration

STUDIO CINDY BEUHLAH
Creative Studio – Art Direction, Design & Illustration

In einem ersten Austausch vom 03. bis zum 10. Juli trafen sich Experten, bestehend aus Kunstwissenschaftler_innen, Kurator_innen, Zukunftsforscher_innen sowie Kulturmanager_innen gemeinsam mit Künstler_innen aus Deutschland, der Ukraine, Moldavien sowie Russland, um in Workshops Impulse für originäre künstlerische Positionen zu entwickeln und zu präsentieren. Das Ziel einen lebendigen internationalen Austausch über das Civic Media Lab zu generieren wurde erreicht, indem es zuvorderst gelang in einem intensiven Dialog und dem Austausch von Methoden langfristige künstlerische Projekte vor Ort zu entwickeln sowie abschließend in der Ausstellung „Error Island“ mit internationaler Besetzung im Kulturhaus Art Kvartira gezeigt wurden. Der große Erfolg dieser Leistungsschau ließ sich nicht allein an der Vielzahl von generationsübergreifendem Publikum, sondern überdies an einer kuratorisch ausgewogenen Ausstellung bemessen. Bemerkenswert war, dass mit einfachsten Mitteln klassischer, neuer Medien sowie Materialsammlungen vor Ort eine hohe künstlerische Treffsicherheit mit zivilgesellschaftlichen, aber auch kritischen Mehrwert erzielt werden konnte. Über geläufige Social Media Präsenz sowie der Entwicklung einer eigenen Plattform wurde und wird über das aktuelle Geschehen und den Fortschritt, der in Dnipro entwickelten Ideen und Konzepte informiert. Entstehen soll eine lebendige Plattform, die aus sich heraus transmediale und nationale Formate für neue Formen von Engagement und Beteiligung möglichst ideologisch befreit zu erschaffen.

Vom 27. 08. bis zum 03. 09. sind die Künstler nun in dem art-in-residency Programm des Civic Media Lab eingeladen, in der OSTRALE auf deutsche Macher der Kreativ- und Kulturbranche sowie Medienkünstlern zu treffen. In einem ersten Programmpunkt werden sie mit den Örtlichkeiten der OSTRALE sowie der Stadt Dresden vertraut gemacht. Weitere Stationen bilden etablierte Medienkünstler, wie das Künstlerplattform New Scenario, das in der OSTRALE angesiedelte Start Up neue raeume; sowie innerhalb der Woche das Einbinden überregional agierender Kulturschaffender sowie Galerien und Ateliers ein. Der Fokus liegt hierbei wiederum gemeinsam Strategien, Methoden und Anwendungsgebiete auszutauschen, um einfache Lösungen sowie Mittel für komplexe künstlerische Handlungsweisen in den Heimatländern der Teilnehmer_innen zur Verfügung zu stellen. Ziel ist es eine Arbeitsatmosphäre des close-reading zu schaffen, um die Treffsicherheit, die Frequenz als auch die Reichweite als Teil zivilgesellschaftlicher Transformationsprozesse im Umgang mit den Neuen Medien positiv und adäquat zu steigern. Zugleich im Hintergrund als auch im Vordergrund werden während dieser Woche in Dresden die Inhalte von Civicmedialab.eu aktualisiert. Die Künstler schaffen damit selbstständig ihr Tool zur Reflexion ihrer künstlerischen Praxis und ihrer Projekte und darüber hinaus zu etablieren. Gleichwohl dient dieses Werkzeug, als Ausgangspunkt, um zukünftige Kooperationen im osteuropäischen Kontext zu visualisieren.

Kommentare sind geschlossen.