OSTRALE – Zentrum für zeitgenössische Kunst

Die OSTRALE verfolgt den Grundgedanken, dass Kunst ein Mittel der Kommunikation ist, dem das Wort als Verständigungsmittel fehlen darf. Sie ist die sinnliche, empirische, auch empörte Wiedergabe und Wahrnehmung unserer Sucht nach Worten. Sie ist zugleich die Anregung, innerhalb verschiedener Ideen und Logiken zu agieren. Als Zentrum für zeitgenössische Kunst schafft die OSTRALE vor allem Raum für grenzüberschreitende Projekte. Sie leistet damit einen wichtigen Beitrag für eine offene, vom Diskurs künstlerischer Positionen geprägte Kulturlandschaft. Dabei wird nicht nur die Nähe zu den benachbarten Künsten gesucht, sondern auch das Zusammenwirken mit Wissenschaft, Bildung und sozialem Engagement. Nachhaltigkeit erzeugen die Ausstellungen und Projekte durch ihre Bezugnahme auf wichtige gesellschaftliche Fragen im Kontext europäischer Identität. Die Subjektivität künstlerischer Äußerung steht dabei – frei von äußerer Zweckgebundenheit und Instrumentalisierung – für die Tiefe ihrer Botschaften. Sie ist Grundlage der auch für die zeitgenössische bildende Kunst offenen Kulturlandschaft Dresdens. Damit leistet sie zugleich einen Beitrag zur Erweiterung des Wirtschaftssektors in der Kunst- und Kulturstadt.

Zeitgenossenschaft ist eine zentrale Kategorie unserer Arbeit, getragen von dem Geist, sich einzumischen, unsere Gesellschaft zu bereichern und beständig zur Erneuerung beizutragen. Dies ist nur möglich, wenn Fragen, Themen und Paradigmen unserer Zeit nicht auf eine einzige Perspektive reduziert werden. Wir suchen nach vielfältigen Antworten, individuellen Positionen und komplexen künstlerischen Sichtweisen. Eigene Haltungen beständig zu prüfen, das Fremde und Neue interessiert zu befragen, ist für uns Grundhaltung und Anspruch zugleich. Den Blick nach außen richtend eröffnet sich uns die Möglichkeit, eigene Standpunkte einzubringen und in einen offenen Diskurs zu stellen. Kreativität entsteht für uns aus den Kräften der kulturellen Identität, des globalen Austauschs, des urbanen Freiraums und des empirischen Spiels in der Kunst. Diese zu fördern und herauszufordern ist unser Anliegen. Junge, zeitgenössische Kunst neben den Etablierten zu sichten und zu präsentieren, ist unser Ziel.

Ein zweistufiges, internationales und offenes Bewerbungs- und Einladungsverfahren durch Kuratoren, Partner und die OSTRALE gestaltet diese Seite der Ausstellung mit stetigem Blick auf den Leitgedanken.

Andrea Hilger Leiterin und Initiatorin der OSTRALE

OSTRALE, Foto: Sven Höher

OSTRALE, Foto: Sven Höher

Goldbach, Shin – Ostrale´O14

Goldbach, Shin – Ostrale´O14

Artist-in-Residence

Der Künstleraustausch über die Artist-in-Residence-Kooperation sorgt für eine lebendige und persönliche internationale Begegnung. Außerhalb des praktischen Arbeitens entstehen vielfältige und intensive Kontakte zu lokalen, nationalen und internationalen Künstlern. Besonders in der derzeitigen politischen Situation in Europa stellt diese Art von direktem persönlichem Kontakt einen Beitrag zum gegenseitigen Verständnis dar.

Neben dem künstlerischen und persönlichen Austausch des ‚Artists in Residence‘ bietet der Abstand vom Alltag zu Hause die Möglichkeit eines Monats ausschließlicher Konzentration auf die künstlerische Arbeit.

Den Gästen und Künstlern aus den Austauschländern ermöglicht die OSTRALE professionelles Arbeiten in den Räumlichkeiten und Werkstätten vor Ort sowie die Möglichkeit, die Werke direkt im späteren Ausstellungsraum zu entwickeln. Verbunden ist der Aufenthalt mit einer intensiven persönlichen Betreuung. So offeriert die OSTRALE einen idealen Arbeitsplatz als Treffpunkt, Austauschs- und Rückzugsort.

OSTRALE-Standort

Schreibe einen Kommentar